Tipps
Die folgenden Tipps stammen von Olaf Ernst, der den Eishockey Manager damals als Testspieler für Software 2000 auf Herz und Nieren geprüft hat. Ein Allheilmittel gibt es nicht, aber ordentliche Finanzen, eine ausgeglichene Mannschaft, das richtige Training und vor allem Geduld bringen Dich ans Ziel. Die Tipps gehen von einem Start in der Oberliga aus und eignen sich für jeden Schwierigkeitsgrad.
Der Start
- Bowlingbahn zuerst: Bau am ersten Spieltag eine Bowlingbahn. Sie lockt die ersten Sponsoren an, die sich am Monatsanfang und zur Monatsmitte melden.
- Kein Transfermarkt: Lass ihn in der ersten Saison links liegen. Dir fehlt das Geld, und Deine Spieler werden allein durch Training besser.
- Eintritt: 10 Mark sind für das ganze Spiel optimal.
- Training: Belege als Erstes den freien Samstag im Trainingsplan mit einer Konditionseinheit, aber nicht am Nachmittag.
Werbung
Schließ Werbeverträge nicht unter diesen Beträgen ab. Warte lieber auf bessere Angebote, es lohnt sich:
| Werbefläche | Oberliga | 2. Liga |
|---|---|---|
| Bande | 6.000 Mark | 7.000 Mark |
| Trikot | 20.000 Mark | 40.000 Mark |
| Übertragungsrechte | 45.000 Mark | 60.000 Mark |
| Eisfläche | – | 15.000 Mark |
Stadion und Finanzen
- Zuschauer: Sie reagieren schnell auf die Tabelle. Spielst Du als Achter gegen den Letzten, kommen vielleicht nur gut 150 Leute. Mit jedem Sieg werden es mehr. Verlierst Du aber als Favorit auswärts gegen einen deutlich Schwächeren, sind die Fans sauer, außer im Pokal.
- Geld anlegen: Bring die Einnahmen wegen der Zinsen zur Bank, das senkt den nötigen Zuschauerschnitt. Behalte aber genug für Gehälter und laufende Kosten, denn ein Minus auf dem Spielkonto kostet 10 % Zinsen.
- Ausbau: In der Oberliga auf 6.000 Plätze, in der 2. Liga schrittweise auf 10.000. In der 2. Liga solltest Du außerdem auf die Kühlanlage sparen, damit Du die Eisfläche als Werbefläche nutzen kannst.
- Vor dem Aufstieg in die Bundesliga: Das Stadion braucht eine Halbüberdachung, sonst erreichst Du den nötigen Zuschauerschnitt nicht. In den zwei bis drei Jahren danach solltest Du es komplett überdachen und auf 25.000 Plätze ausbauen. Halte außerdem Geld für eine Straße zurück, die nach dem Aufstieg fällig wird.
- Jugend: In der Oberliga fließt das Maximum nur in den ersten Balken, in der 2. Liga kommt der zweite dazu, in der Bundesliga der dritte. Wenn das Geld reicht, kannst Du den dritten schon in der 2. Liga langsam anheben.
Spieler und Verträge
- Der Torwart: Er macht mindestens 40 % der Mannschaft aus und wird Dein Topverdiener. In der Oberliga reicht Stärke 40 bis 50. Ein deutlich stärkerer bringt Dich vielleicht hoch, aber die Mannschaft hat dann kein Zweitliga-Niveau und steigt gleich wieder ab.
- Neuzugänge: In der Oberliga keine Stars, auch keine ausländischen. Lieber junge Spieler mit Stärke 45 bis 50. In der 2. Liga sollten es 50 bis 70 sein, und jetzt lohnen sich auch ein, zwei Stars, etwa ein Top-Verteidiger und ein Spitzenstürmer. In der Bundesliga brauchst Du mehrere Stars und erfahrene Spieler.
- Die Mischung: Junge Spieler verletzen sich seltener, aber die Erfahrung der Älteren ist genauso wichtig. Und eine Super-Sturmreihe nützt nichts, wenn die Abwehr nicht mithält.
- Alter: Spieler zwischen 30 und 34 denken ans Aufhören. Gib Spielern über 30 nur Einjahresverträge, und verkaufe Spieler über 34.
- Laufzeit: Ein 29-Jähriger mit Stärke 70 verdient eher einen Dreijahresvertrag als ein 24-Jähriger mit Stärke 55. In den unteren Ligen lohnt es sich aber, junge Spieler langfristig aufzubauen.
- Gehalt: Bei Verlängerungen kannst Du außer beim Torwart ruhig 10 bis 15 % von der Forderung abziehen. Biete aber nie weniger als das bisherige Gehalt.
- Versicherung: Sie ist nicht billig und lohnt sich nicht für jeden. Starke Spieler solltest Du aber unbedingt versichern.
- Nach zwei Jahren: Kaufe je einen besseren Verteidiger und Stürmer. Die Neuen reißen den Rest der Mannschaft mit.
Aufstellung und Taktik
- Aufstellung: Lass die Mannschaft vom Computer aufstellen, aber schick keine stark erschöpften Spieler aufs Eis. Sie verletzen sich sonst früher oder später schwer, und ältere Spieler hören danach gern ganz auf.
- Schlussoffensive: Liegst Du zehn Minuten vor Schluss knapp hinten, stell im Taktikmenü alles auf Maximum. In etwa 70 % der Fälle holst Du noch einen Punkt oder gewinnst sogar. Leg diese Einstellung am besten gleich auf einen der Speicherplätze.
- Unberechenbare Gegner: Gegen Hedos München, Ratingen, Königsbrunn, Wolfsburg und Freiburg hilft keine Taktik, dort entscheidet mehr oder weniger der Zufall.
- Moral: Eine Heimniederlage gegen den Letzten kann eine ganze Pleitenserie auslösen. Dagegen hilft, für zwei, drei Spiele die Ersatzspieler aufs Eis zu schicken, aber erst während des Spiels, und nicht gerade die schwächsten.
- Den Torwart nie auswechseln: Alle anderen kannst Du tauschen, den Torwart nur bei einer Verletzung, egal wie hoch Du zurückliegst.
Training
Das Training ist das wichtigste Werkzeug im Eishockey Manager. Pro Woche stehen 28 Einheiten zur Verfügung. Technik trainierst Du mit Penalty, Stocktechnik und Taktik, Kondition mit Schnelligkeit, Schuss- und Krafttraining. Ein Trainingsspiel verbessert beides.
- Ruhetage: Freitag und Sonntag höchstens eine leichte Einheit am Vormittag, etwa ein Trainingsspiel.
- Nach dem Spieltag: Am nächsten Vormittag kein Konditionstraining. Ein guter Ablauf ist zum Beispiel Penalty, Taktik, Schusstraining und Trainingsspiel.
- An Spieltagen: Setz als erste Einheit ein Trainingsspiel an. Das belastet nicht und wiederholt das Training der Woche.
- Erschöpfung: Am besten trainieren die Spieler bei einem Erschöpfungswert um 75 %.
- Bezahltes Training und Erholung: Darauf solltest Du verzichten, außer nach einer knallharten Saison in der Bundesliga. Denk immer an die Kosten.
- Ausgewogen bleiben: Nutze alle Einheiten für Kondition und Technik, und vermeide kraftzehrende Einheiten direkt hintereinander. Zu viel Krafttraining führt zu Kahnbeinverletzungen, mehr Schnelligkeitstraining ist oft die bessere Wahl.
Wenn es nicht läuft, hilft ein Blick auf die Ursache:
- Viel Kondition, aber späte Niederlagen: Mehr Stocktechnik.
- Technisch stark, aber trotzdem Niederlagen: Mehr Schuss- und Schnelligkeitstraining.
- Beides gut, aber kein Erfolg: Mehr Trainingsspiele.
- Formkrise: Haben mehr als 60 % der Spieler eine fallende Formtendenz, ändere das Training behutsam. Überwiegt zum Beispiel das Konditionstraining, tausche eine, höchstens zwei dieser Einheiten gegen Techniktraining. Die Wirkung zeigt sich erst nach drei bis vier Wochen.
Mit gutem Training schafft eine Oberliga-Mannschaft nach spätestens drei Jahren den Aufstieg in die 2. Liga, auch ohne Transfers.
Wirkung der Trainingsarten
So wirken sich die einzelnen Trainingsarten auf die Mannschaftsteile aus:
Torhüter
| Training | Erholung | Kondition | Technik | Überzahl | Unterzahl |
|---|---|---|---|---|---|
| Sauna, Massage | sehr gut | – | – | – | – |
| Freizeit | sehr gut | – | – | – | – |
| Penalty | – | gut | gut | – | – |
| Krafttraining | schlecht | sehr gut | – | – | – |
| Taktik | mittel | – | gut | – | – |
| Trainingsspiel | – | mittel | gut | – | – |
| Schusstraining | – | mittel | gut | – | – |
| Schnelligkeit | schlecht | gut | schlecht | – | – |
| Stocktechnik | schlecht | schlecht | gut | – | – |
Abwehr
| Training | Erholung | Kondition | Technik | Überzahl | Unterzahl |
|---|---|---|---|---|---|
| Sauna, Massage | sehr gut | – | – | – | – |
| Freizeit | sehr gut | – | – | – | – |
| Penalty | schlecht | schlecht | gut | mittel | mittel |
| Krafttraining | – | sehr gut | – | – | gut |
| Taktik | schlecht | – | gut | mittel | mittel |
| Trainingsspiel | – | mittel | gut | – | – |
| Schusstraining | schlecht | schlecht | mittel | mittel | mittel |
| Schnelligkeit | schlecht | mittel | schlecht | gut | gut |
| Stocktechnik | – | schlecht | gut | sehr gut | mittel |
Angriff
| Training | Erholung | Kondition | Technik | Überzahl | Unterzahl |
|---|---|---|---|---|---|
| Sauna, Massage | sehr gut | – | – | – | – |
| Freizeit | sehr gut | – | – | – | – |
| Penalty | schlecht | schlecht | gut | mittel | mittel |
| Krafttraining | schlecht | gut | – | – | gut |
| Taktik | schlecht | – | gut | mittel | mittel |
| Trainingsspiel | – | mittel | gut | – | – |
| Schusstraining | – | schlecht | gut | mittel | mittel |
| Schnelligkeit | – | gut | schlecht | gut | gut |
| Stocktechnik | – | schlecht | gut | sehr gut | mittel |
Tipps aus dem Handbuch
Auch das Handbuch gab einige Ratschläge mit, die Olaf Ernsts Tipps gut ergänzen:
- Werbung: Nimm nicht jedes Angebot an. Zweimal im Monat gibt es neue, und ein Vertrag bindet Dich lange.
- Stadion: Ohne Halle verdienst Du in der Bundesliga kaum genug. Bau aber nicht unnötig groß, die Unterhaltung kostet.
- Saisonende: Hab genug Geld auf dem Konto. Drei Monate lang kannst Du nichts tun, die Kosten laufen aber weiter. Ein Kredit mit 4 % Zinsen ist besser als 10 % Überziehungszinsen.
- Sauna: Das Handbuch empfiehlt sie, wenn es das Geld erlaubt, ruhig mehrmals pro Woche. Olaf Ernst rät dagegen wegen der Kosten eher davon ab. Hier hilft nur ausprobieren.
- Nachwuchs: Auch der Talentsucher lohnt sich oft.
- Start in der Oberliga: Ein Aufstieg schon in der ersten Saison ist nicht unbedingt klug, denn in der Oberliga verdienst Du meist mehr Geld.
- Schneller spielen: Schalte die Kamera für den eigenen Verein ab, dann laufen die Spiele um ein Vielfaches schneller.